Standortanalyse als Basis für Betriebsgründung und Übernahme
der Imbiss vor einem Einkaufszentrum wird vom aktuellen Betreiber verkauft. Er hat ihn von einigen Monaten übernommen. Eine Ablöse für das Gebäude und Einrichtung ist erforderlich. Die Platzmiete beträgt 2100 € zuzüglich Hausgeld. Mit Energie sind 3000 € monatlich fällig. Im Einkaufszentrum gibt es einen Foodcourt mit Asia, Pizza, Döner und Fleischer. Ob die Übernahme eine gute Investition sein wird, ist mehr als fraglich. Regionale Angebote für einen Standplatz vor Einkaufsmärkten gibt ab 30 € täglich. Für den Erfolg ist es wichtig, welche Mitbewerber vor Ort sind. Ein Imbiss auf dem Parkplatz von Baumärkten ist attraktiver, keine Mitbewerber und die Kundschaft schätzt das klassische Imbissangebot.
Auf dem 17. Bundesland, Mallorca, soll eine Konditorei und Cafe abgegeben werden. Ablöse erforderlich. Bei 5000 € Miete und der begrenzten Saison ist das eine Herausforderung. Bei 7 Monaten Betriebszeit sind 8500 € Miete zu erwirtschaften. Da müssen sehr viele Cupcakes, Törtchen und Kaffeespezialitäten verkauft werden.
In Thüringen schließt der Betreiber sein Roof-Top-Restaurant nach wenigen Monaten. Die Umsätze sind nicht ausreichend. Er zahlt monatlich 7000 € Kaltmiete und hat viel Geld in Ausstattung und Küche investiert. Die Zahlen lassen keinen anderen Schritt zu. Als Gründer ist es ratsam eine Standortanalyse zu machen. Der Dehoga-Verband nennt einen Richtwert von 8 bis 12% der Nettoeinnahmen als Berechnungsgrundlage. Sind die erforderlichen Umsätze (netto) monatlich erzielbar? Das ist die entscheidende Frage! Belegbare Zahlen des Verkäufers sind einzusehen. Wurde der Betrieb ordentlich geführt, sind Bewertungen positiv und kann das Mitarbeiterteam übernommen werden?